Geschichte des Bundesweiten Männertreffens

Das bundesweite Männertreffen gibt es schon seit 1987

Seit 1975 treffen sich Männer aus ganz Deutschland (vereinzelt auch aus Nachbarländern) am Himmelfahrtswochenende, um vier erlebnisreiche Tage miteinander zu verbringen, ihr „Mann-Sein“ zu reflektieren, sich zu begegnen, sich fachlich auszutauschen und miteinander zu feiern. Aus der Sponti-Bewegung der 1970er in Westdeutschland heraus kamen anfangs junge Männer zusammen, die zu Himmelfahrt nicht mit dem Bollerwagen und Bierfass übers Land ziehen wollten.

Waren die anfänglichen Treffen mit 40-60 Teilnehmern noch überschaubar, ist das Treffen über die Jahre (vor der Pandemie) zu einer Veranstaltung mit etwa 200 Teilnehmern (Männern mit und ohne Kinder) gewachsen. Bis Anfang der 90er wurde das Treffen organisatorisch von der „schwulen community“ unterstützt, so fanden einige Treffen im Waldschlößchen statt.

Mit dem zunehmenden Alter der Männer und der Teilnahme von Männern aus Ostdeutschland, reisen seit Anfang der 90er vermehrt auch Väter mit ihren Kindern an, die eine schöne Zeit mitanderen verbringen wollen. Aber es gibt auch Männer die in das Thema „Männerarbeit“ hineinschnuppern möchten, Kollegen oder Freunde aus dem ganzen Bundesgebiet (und darüber hinaus) treffen wollen oder die Anliegen der Männer-, Väter- und Jungenarbeit in Deutschland über den Erfahrungsaustausch voranbringen möchten.

Die Treffen leben davon, dass sich die Teilnehmer aktiv einbringen, ob als Workshopanbieter, Mitorganisator oder einfach aufmerksamer Mann.

 

Die Treffen leben davon, dass sich die Teilnehmer aktiv einbringen, ob als Workshopanbieter, Mitorganisator oder einfach aufmerksamer Mann.

Jedes Treffen ist anders, weil jedes Jahr ein anderes ORGA-Team den organisatorischen Rahmen zur Verfügung stellt. Ein Organisationsteam aus dem Kreis der Teilnehmer wechselt jedes Jahr. Zwei Jahre im Voraus finden sich etwa 6-10 Männer beim Abschlussplenum am Sonntag, die bereit sind das Männertreffen weiter in die Zukunft zu tragen. Es gibt keine übergeordnete Organisation oder Trägerschaft. Das Männertreffen entsteht immer neu aus sich selbst heraus. Die Arbeit des Orga-Teams ist ehrenamtlich und das Treffen hat keine Gewinnerzielungsabsicht.

Seit 1991 entwickelt das ORGA-Team ein Motto für das Treffen, das einen individuellen Anstoß geben kann und sich oft an aktuellen gesellschaftlichen Themen orientiert. Dennoch sind große Teile der Grundstruktur ähnlich, weil sich im Laufe der Zeit lieb gewonnene Traditionen herausgebildet haben, manche Teilnehmer schon über viele Jahre am Treffen teilnehmen und die Art des Miteinanders immer offener, persönlicher und auch vertraulicher als im Alltag ist.

Die Inhalte des Treffens werden von den Teilnehmern selbst bestimmt. Das heißt: Jeder Mann kann sich mit seinem Angebot, seiner Profession, seinem Hobby, seinem Interesse einbringen und einen Workshop oder Gesprächskreis dazu anbieten. Aber er muss nicht Profi sein, sondern kann sich für das eingebrachte Thema Unterstützung aus dem Kreis der Teilnehmer holen. Einen guten Eindruck der bisherigen Treffen vermittelt das Archiv. Oder auch Wikipedia.

Das ist das Markenzeichen der Männertreffen: Alles und jeder findet (s)einen Platz in der Männerrunde.

Archiv der Männertreffen

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